Klasse 7 auf Klassenfahrt: Lernen unter Palmen und neue Rätsel am Ko-Sa Beach
Unser zweiter Tag auf Ko-Sa Beach begann anders als geplant. Nachdem wir am Vorabend noch große Pläne für einen besonders frühen Start geschmiedet hatten, schliefen wir dann doch alle etwas länger als ursprünglich angekündigt. Die vielen Erlebnisse des ersten Tages hatten offenbar ihre Spuren hinterlassen.
Nach dem Aufstehen ging es allerdings nicht direkt zum Frühstück, sondern zunächst ans Meer. Eigentlich wollten wir nur kurz schauen, die frische Meeresluft genießen und die ersten Wellen beobachten. Doch wie das eben so ist, wenn das Meer direkt vor der Haustür liegt: Wir konnten einfach nicht widerstehen. Und ehe wir uns versahen, standen wir mitten im Wasser – im Pyjama. Aus unserem gemütlichen Morgenspaziergang wurde kurzerhand eine ziemlich nasse Angelegenheit.
Anschließend mussten wir uns allerdings sputen. Schließlich galt es nicht nur, die nassen Schlafanzüge gegen trockene Kleidung einzutauschen, sondern auch unsere Zimmer für die morgendliche Inspektion auf Vordermann zu bringen. Betten machen, Sachen wegräumen, Ordnung schaffen – auch im Urlaubsparadies bleiben uns manche Pflichten nicht erspart. Nach der gemeinsamen Auswertung hatten wir uns unser Frühstück dann aber wirklich verdient.
Bei Pancakes, Cornflakes und Oatmeal stärkten wir uns ausgiebig für den bevorstehenden Vormittag. Und der hatte einiges zu bieten. Statt im gewohnten Klassenzimmer arbeiteten wir heute in unserem neuen Outdoor-Klassenraum unter Palmen. Meerblick inklusive – eine Aussicht, an die wir uns durchaus gewöhnen könnten.
Vier Aufgaben standen auf unserem Arbeitsplan. Wir gestalteten unsere eigene Klassenzeitung und hielten die schönsten, lustigsten und spannendsten Erlebnisse des Vortages schriftlich fest. Außerdem zeichneten und malten wir kleine Miniaturbilder von Ko-Sa Beach, verfassten persönliche Tagebucheinträge und machten uns auf die Suche nach Muscheln, die eine vorgegebene Mindestgröße haben mussten. Dabei zeigte sich schnell, dass nicht jede Muschel, die auf den ersten Blick groß genug wirkte, tatsächlich unseren Anforderungen entsprach.
Zwischen Schreiben, Zeichnen, Malen und Sammeln blieb natürlich auch Zeit für die eine oder andere verdächtige Beobachtung. Denn das Geheimnis von Ko-Sa Beach beschäftigte uns weiterhin. Noch immer waren die beiden Saboteure nicht entlarvt, und so wurde auch heute genau darauf geachtet, wer sich wie verhielt. Wem konnten wir vertrauen? Wer spielte nur eine Rolle? Und wer versuchte möglicherweise schon wieder, unsere Ermittlungen zu beeinflussen?
Nach so viel konzentrierter Arbeit kam eine kurze Abkühlung im Meer gerade recht. Doch lange konnten wir uns nicht ausruhen, denn schon warteten die nächsten Herausforderungen auf uns. Zwei weitere Missionen mussten erfüllt werden. Mit gemeinsamen Überlegungen, guter Zusammenarbeit und ein wenig Glück gelang es uns immerhin, einen neuen Hinweis auf die geheimnisvollen Saboteure zu erhalten. Ob dieser uns tatsächlich auf die richtige Spur führen würde, blieb allerdings offen.
Auch unsere gemeinsame Sprachregel sorgte heute wieder für Gesprächsstoff. Eigentlich hatten wir vereinbart, bei den Mahlzeiten Deutsch zu sprechen. Doch auch am zweiten Tag gelang das noch nicht allen durchgehend. Wer die Regel vergaß, musste die vereinbarten „Straf-Push-ups“ absolvieren. Immerhin bot sich damit eine zusätzliche Gelegenheit, neben den sprachlichen auch die sportlichen Fähigkeiten zu trainieren.
Eine besonders leckere Überraschung wartete anschließend auf uns: frische Kokosnüsse. Wir genossen das erfrischende Kokoswasser, bevor wir uns auf den Weg zum Mittagessen machten. Und das konnte sich wirklich sehen lassen: Fried Rice mit Grilled Chicken und Salat. Nach unserem abwechslungsreichen Vormittag schmeckte es uns besonders gut.
Anschließend waren wir so satt und zufrieden, dass wir uns erst einmal eine wohlverdiente Pause gönnten. Eine ganze Stunde Freizeit stand auf dem Programm. Während einige von uns gemütlich entspannten oder miteinander plauderten, nutzten andere die Zeit für weitere Spiele. Schließlich gibt es auch auf Klassenfahrt immer jemanden, der offenbar über unerschöpfliche Energiereserven verfügt.
Am Nachmittag sollte es dann sportlich weitergehen. Unsere Ballolympiade stand auf dem Programm. Die Teams waren bereits eingeteilt, die Regeln besprochen und wir waren bereit für die ersten Wettkämpfe. Doch ausgerechnet in diesem Moment machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Es begann zu regnen.
Unsere erste Überlegung war schnell gefasst: Wenn wir ohnehin nass werden, dann doch lieber richtig. Also wollten wir die Gelegenheit für einen weiteren Besuch im Meer nutzen. Doch daraus wurde nichts. Ein aufziehendes Gewitter sorgte dafür, dass wir das Wasser sofort wieder verlassen mussten.
Also hieß es: Raus aus dem Meer und ab in die Zimmer. Wobei „in die Zimmer“ nicht ganz zutraf. Kurzerhand versammelten wir uns alle gemeinsam in einem einzigen Zimmer. Dort wurde es zwar ziemlich eng, aber dafür umso geselliger. Wir unterhielten uns, lachten und machten es uns auf dem begrenzten Platz so gemütlich wie möglich, während draußen der Regen fiel.
So wurde aus unserer geplanten Ballolympiade zunächst eine spontane gemeinsame Regenpause. Langweilig wurde uns dabei jedenfalls nicht.
Endlich ließ der Regen nach, und wir konnten unser vorübergehendes Gemeinschaftsquartier wieder verlassen. Inzwischen war es auch schon fast Zeit für das Abendessen. Doch bevor wir uns an den Tisch setzten, gab es noch eine besonders lustige Runde „Wer bin ich?“. Als echte Rätselratten stellten wir Fragen, kombinierten fleißig und versuchten herauszufinden, welche geheimnisvolle Person der GISA wir jeweils darstellten. Dabei wurde viel geraten, gelacht und gelegentlich auch ziemlich danebengetippt.
Anschließend wartete bereits das Abendessen auf uns: Spaghetti mit leckeren Meatballs. Nach einem weiteren erlebnisreichen Tag ließen wir es uns schmecken und sammelten neue Energie. Die konnten wir auch gut gebrauchen, denn unser Abendprogramm war noch lange nicht beendet.
Das Geheimnis von Ko-Sa Beach ging in die nächste Runde.
Zwei weitere Missionen standen auf dem Programm, und diesmal konnten wir beide erfolgreich abschließen. Unsere Mühe wurde mit neuen Hinweisen belohnt, die endlich etwas mehr Licht ins Dunkel brachten. Durch geschicktes Kombinieren gelang es uns, gleich zwei unschuldige Ermittler von der Liste der möglichen Saboteure zu streichen.
Besonders erleichtert dürfte dabei Daniel gewesen sein. Schließlich hatte er am Morgen noch den wenig beneidenswerten ersten Platz auf unserer Verdächtigenliste belegt. Nun war seine Unschuld endlich bewiesen. Ob sich unsere übrigen Verdächtigungen als ebenso falsch herausstellen werden oder wir den tatsächlichen Saboteuren langsam näherkommen, bleibt allerdings abzuwarten.
Zum Abschluss des Abends gab es dann noch eine besonders schöne Überraschung: Eis für alle. Das Team von Ko-Sa Beach spendierte uns diese leckere Erfrischung und versüßte uns damit den Ausklang unseres zweiten Tages. Offenbar haben wir mit unserer guten Laune, unseren vielen Aktivitäten und unserem lebhaften Klassenfahrtprogramm bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Über diese nette Geste haben wir uns jedenfalls sehr gefreut.
Nach so vielen Erlebnissen, spannenden Missionen, kreativen Aufgaben und überraschenden Wendungen hieß es schließlich auch heute wieder: Ab in die Betten.
Denn morgen wartet bereits das nächste Abenteuer auf uns. Diesmal müssen wir tatsächlich früh aus den Federn, schließlich steht unsere Wanderung entlang der Küste nach Elmina auf dem Programm. Dafür brauchen wir ausgeruhte Beine, ausreichend Energie und hoffentlich auch ein wenig Sonnenschein.
Ob wir den Hike mit Bravour meistern werden? Welche neuen Erlebnisse erwarten uns unterwegs? Und werden wir vielleicht endlich einen der beiden Saboteure entlarven?







