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Tag 5 auf Ko-Sa Beach – Ein letztes Spiel, bevor es zurück nach Accra geht

Verfasst am 06. November 2026
Tag 5 auf Ko-Sa Beach – Ein letztes Spiel, bevor es zurück nach Accra geht

Kaum zu glauben, aber plötzlich war er da: der letzte Tag unserer Klassenfahrt. Und obwohl wir uns für den Morgen noch einmal einiges vorgenommen hatten, machte sich langsam bemerkbar, dass viereinhalb Tage voller Abenteuer, Bewegung, Sonne, Spaß und ziemlich wenig Schlaf nicht ganz spurlos an uns vorbeigegangen waren.

Das Aufstehen um 6:00 Uhr klappte jedenfalls nicht mehr ganz so reibungslos. Nach und nach trödelten wir an den Strand, wo wir eigentlich noch einmal gemeinsam schwimmen wollten. Doch die Begeisterung für das kühle Nass hielt sich diesmal erstaunlicherweise in Grenzen. Viel lieber wollten wir Volleyball spielen. Offenbar hatte uns das Volleyballfieber inzwischen endgültig gepackt. Wer hätte zu Beginn der Woche gedacht, dass wir freiwillig so früh aufstehen würden, um uns gegenseitig Bälle um die Ohren zu schlagen?

Ganz ohne Wasser ging es dann aber doch nicht. Eine kleine, spontane Wasserschlacht sorgte für die nötige Erfrischung – und das alles noch vor dem Frühstück. Andere Menschen brauchen morgens einen Kaffee, wir eben einen Volleyball und eine ordentliche Ladung Wasser.

Um 8:00 Uhr war es schließlich so weit: Unser letztes gemeinsames Frühstück mit traumhaftem Strandpanorama stand auf dem Programm. Wie schon an den vergangenen Tagen ließen wir uns dafür ausgiebig Zeit. Schließlich musste dieser Ausblick noch einmal in vollen Zügen genossen werden. Und überhaupt: Warum sollte man sich beeilen, wenn man eigentlich gar nicht abreisen möchte?

In einem Punkt waren wir uns jedenfalls vollkommen einig: Wir würden am liebsten einfach noch ein paar Tage bleiben. Die Abstimmung über eine Verlängerung unseres Aufenthalts fiel entsprechend eindeutig aus. Leider hatte niemand daran gedacht, vorher unsere Eltern zu fragen. Was die wohl dazu sagen würden? Vermutlich vermissen sie uns inzwischen ganz schrecklich. Oder genießen sie vielleicht gerade die ungewöhnliche Ruhe zu Hause? Wir werden es herausfinden.

Nach dem Frühstück ließ sich die Realität jedenfalls nicht länger verdrängen. Also hieß es: zurück in die Zimmer, die letzten Sachen in die Koffer stopfen, verlorene Socken aufspüren und alles für den finalen Zimmercheck vorbereiten. Nebenbei schrieben wir die letzten Sätze in unsere Reisetagebücher und gestalteten die Freitagsausgabe unserer Klassenzeitung. Schließlich mussten auch die letzten Erlebnisse noch festgehalten werden, bevor sie zwischen Sonnencreme, Sand und schmutziger Wäsche in unseren Koffern verschwanden.

Zum krönenden Abschluss zückten wir noch einmal unsere eigenen Handys und veranstalteten eine kleine Erinnerungsfotosession im wunderschönen Ko-Sa-Garten und am Strand. Es wurde posiert, gelacht, geknipst und natürlich darauf geachtet, dass auch wirklich alle von ihrer besten Seite zu sehen waren. So entstanden noch einmal viele schöne Erinnerungen an einen Ort, der uns in den vergangenen Tagen ziemlich ans Herz gewachsen ist.

Mit einer kleinen Verspätung war es um 10:45 Uhr schließlich tatsächlich so weit. Unsere Koffer wurden im Bus verstaut, wir suchten unsere Plätze und warfen einen letzten Blick auf Ko-Sa Beach. Dann hieß es endgültig Abschied nehmen. Goodbye, Ko-Sa Beach.

Inzwischen sitzen wir ungefähr auf halber Strecke nach Accra im Bus und schwelgen in Erinnerungen an die vergangenen viereinhalb Tage. An spannende Ausflüge, lustige Spiele, sportliche Wettkämpfe, gemeinsame Mahlzeiten, lange Gespräche, kleine Herausforderungen, große Lachanfälle und jede Menge unvergessliche Momente.

Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Wir haben diskutiert, sind uns manchmal gegenseitig auf die Nerven gegangen und haben festgestellt, dass Rücksichtnahme, Pünktlichkeit und das Einhalten gemeinsamer Regeln durchaus noch Entwicklungspotenzial bieten. Aber wir haben auch zusammengehalten, einander geholfen, gemeinsam Herausforderungen gemeistert und uns als Klasse noch einmal von ganz anderen Seiten kennengelernt.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Herrn Thiems. Vielen Dank für die großartige Begleitung, die tatkräftige Unterstützung, die vielen witzigen Gespräche und natürlich den sportlichen Drill. Ob beim Volleyball, bei unseren Wettkämpfen oder bei den zahlreichen anderen Aktivitäten – Herr Thiems sorgte zuverlässig dafür, dass uns bloß nicht langweilig wurde und auch die letzten Energiereserven noch zum Einsatz kamen. Muskelkater inklusive. Mit seiner guten Laune, seinem Humor und seinem sportlichen Ehrgeiz hat er unsere Klassenfahrt bereichert. Lieber Herr Thiems, danke, dass Sie dieses Abenteuer mit uns erlebt, uns unterstützt und uns immer wieder ordentlich auf Trab gehalten haben. Eine bessere Mischung aus Unterstützung, Spaß und sportlicher Herausforderung hätten wir uns kaum wünschen können.

Wir nehmen also nicht nur Sand in unseren Schuhen, schmutzige Wäsche in unseren Koffern und unzählige Fotos auf unseren Handys mit nach Hause, sondern vor allem jede Menge gemeinsame Erinnerungen.

Und während unser Bus Kilometer für Kilometer in Richtung Accra rollt, sind wir uns ziemlich sicher: Diese Klassenfahrt werden wir so schnell nicht vergessen.

Ob wir allerdings morgen früh wieder freiwillig um 6:00 Uhr aufstehen, um Volleyball zu spielen? Das darf bezweifelt werden.

Ko-Sa Beach, wir kommen bestimmt irgendwann wieder.