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Migration erleben: Geschichten, die bewegen 

Verfasst am 16. Oktober 2026
Migration erleben: Geschichten, die bewegen 

Nachdem die ersten Stationen unseres Projekts bereits spannende Einblicke ermöglicht hatten, wurde es bei den nächsten Themen besonders bewegend. Die Migrationsgeschichte zwischen Vietnam und Deutschland führte uns in die jüngere Geschichte und machte deutlich, wie sehr Krieg und Flucht die Lebenswege von Menschen prägen. Besonders berührten uns die Schicksale der Menschen, die vor dem Vietnamkrieg – oder dem „Amerikanischen Krieg“, wie er in Vietnam genannt wird – nach Deutschland flohen. 

Nach kurzen Zwischenstopps zu den Migrationsgeschichten Namibias und Afghanistans durften wir in dieser Woche einen besonderen Gast begrüßen: Judith Doe, die uns von ihrer eigenen Migration nach Ghana erzählte.  

Die Schülerinnen und Schüler hatten spannende Fragen vorbereitet und erhielten überraschende, persönliche Einblicke in ihren Alltag und ihr Leben zwischen zwei Kulturen. So erfuhren sie beispielsweise, dass Judith am meisten den Käse vermisst. Auch ihre Reisen in die deutsche Heimat sorgten für Erstaunen: Obwohl sie die winterliche Weihnachtszeit in Deutschland besonders schön findet, besucht sie mit ihrer Familie ihre Heimat nur im Sommer. Der Grund ist ebenso einleuchtend wie überraschend: Ihre Familie besitzt schlicht keine Winterkleidung und braucht diese in Ghana auch nicht. Da erscheint eine Reise im Sommer doch deutlich sinnvoller! 

Nach den Herbstferien wird das Projektteam die vielen Eindrücke, Geschichten und gesammelten Fakten zusammentragen und anschaulich aufbereiten. Ziel ist es, die Ergebnisse am Tag der deutschen Sprache der gesamten Schulgemeinschaft zugänglich zu machen – damit aus einzelnen Geschichten ein vielfältiges Bild von Migration, Heimat und kulturellen Begegnungen entsteht.